In den Zoohandlungen werden diverse Futtermischungen, die als Beo-Alleinfutter bezeichnet werden, angeboten. Unterschieden werden dabei zwei grundsaetzliche Sorten:
Weichfutter und Trockenfutter. Das Weichfutter besteht meistens aus animalischen Bestandteilen, denen Rosinen, Baeckereierzeugnisse, Fruechte, Honig, Eigelb und anderes beigemischt wird. Leider ist es auch schon vorgekommen, dass sich Steine in kirschengroesse in Futtermischungen befanden. Ein Beo hat zwar keine Probleme, solche Steine zu schlucken, aber spaetestens bei der Ausscheidung wird ihm das sicherlich nicht gut bekommen; also rausnehmen!

Das Trockenfutter fuer Beos besteht ebenfalls aus animalischen, pflanzlichen etc. Zutaten, die jedoch vorher gemahlen, gemischt und anschliessend extrudiert oder anders ausgedrueckt, unter Druck- und Waermeeinwirkung gepresst werden. Im Handel wird Trockenfutter fuer Beos, je nach Hersteller, unter den Bezeichnungen Beo-Perlen, Pellets, Beo-Granulat, Beo-Koerner etc. angeboten. Im Trockenzustand sind sie ca 3 - 7 mm gross.

Beide Arten, ob Weich- oder Trockenfutter, sollten immer mit Wasser angefeuchtet werden. Bei den reinen Trockenfuttermischungen empfiehlt es sich nach unseren Erfahrungen, diese etwa 15 min. in Wasser einzuweichen. Sie saugen dann das Wasser auf und quellen entsprechend. Das aufgesaugte Wasser unterstuetzt so zusaetzlich die Verdauungstaetigkeit im Beomagen.

In Bezug auf Wasser moechten wir darauf hinweisen, dass dieses moeglichst eisenarm sein sollte. Bei den Stadtwasserversorgungen sollte es diesbezueglich eigentlich keine Probleme geben. Alternativ kann aber auch kohlensaeurefreies Mineralwasser gegeben werden. Ein zu hoher Eisengehalt, vor allem im Futtermittel, kann langfristig dazu fuehren, dass das ueberschuessige Eisen mit der Zeit immer mehr in der Leber des Beos eingelagert wird und so die "Eisenspeicherkrankheit" beguenstigt (haeufige Todesursache bei Beos). Der Eisengehalt hochwertiger Futteralleinmittel fuer Beos sollte sehr niedrig (nicht eisenfrei) sein, um dieser Erkrankungsform vorzubeugen (FE-Gehalt < 100 ppm).

Darueber hinaus sollte man Beos mit einer reichhaltigen Obstnahrung versorgen. Hier sind jedoch saures Obst und Vitamin C-reiche Fruechte nur in geringen Mengen zu reichen. Siehe hierzu auch die Rubrik "Beo und Krankheit" Unterrubrik "Eisenspeicherkrankheit". Weiterhin gehoert zu einer Beoernaehrung auch die Gabe von Lebendfutter wie z. B. Heimchen, Mehlwuermer, Wachsmotten u. a.. Allerdings muss hierzu auch gesagt werden, dass einige Beos nichts mit Lebendfutter anfangen koennen, ja manche sogar Angst davor haben. Die Gruende dafuer koennen vielfaeltiger Natur sein. Der Versuch, Lebendfutter anzubieten, sollte aber auf jeden Fall gemacht werden. Vor allem nicht gleich beim ersten mal aufgeben. Beos koennen neuen Situationen gegenueber sehr misstrauisch sein, so dass man sich in Geduld ueben muss.

Hin und wieder trinken Beos neben Wasser auch sehr gerne Fruchtsaefte (ohne Zucker). Unsere nehmen gerne einen handelsueblichen Multivitaminsaft, aber noch lieber einen Moehrensaft mit Honig, den wir selbst herstellen. Auch unser selbstgemachter Saft aus Salatgurken, Apfel und Waldhonig wird nicht verschmaeht. Hier gilt jedoch auch, wie in der gesamten Beo-Ernaehrung, alles in kleinen Mengen und dafuer so vielseitig bzw. abwechslungsreich wie moeglich.

Wenn ein Beo z.B. Obst verzehrt, zerkleinert er dieses meistens, in dem er einen Teil davon auf eine Sitzstange schlaegt, bis ein Stueck herausreisst. Dieses Stueck schluckt er dann in einem Satz hinunter. Das kann mitunter sehr bedrohlich aussehen. Beos wuergen jedoch ein zu grosses Stueck oft wieder hervor, um es weiter zu zerkleinern, bis es dann letztenendes Platz im Kropf findet, um dann nach entsprechender Vorverdauung im Magen zu gelangen.

Wir moechten noch einmal darauf hinweisen, dass Beos nicht ausschliesslich mit den sogenannten Fertig-Futter- bzw. Allein-Futtermitteln fuer Beos ernaehrt werden sollten. Das bezieht sich sowohl auf Weichfuttermischungen als auch auf Futtermittel in pelletierter Form (Beo-Perlen u. a.). Wie bereits erwaehnt, ist auch immer eine Obstnahrung bereitzustellen. Nach Moeglichkeit sollte ein Beo gleich von Anfang an an die verschiedensten Futtermittel gewoehnt werden.

Immer wieder kann man hoeren, dass Beos richtig scharf auf Rosinen sind. Diese sollten aber nur gegeben werden, wenn sie vorher in Wasser eingeweicht wurden. Auch hier gilt wieder, wie bereits gesagt, alles immer nur in geringen Mengen und dafuer moeglichst abwechslungsreich bzw. vielseitig.